Hundeerziehungstipps

  • Ängstliche / unsichere Hunde

  • Aufgeregte Hunde

  • Aggressivität

  • Thema Kauen

  • Leinenzug

  • Beschwichtigungssignale

  • Maulkorbeingewöhnung

  • Verspannungen

  • Jagdtrieb

  • Rückruf

Vorwort

Wir freuen uns über Deinen Besuch auf unserer Balanced Dog Shop Seite.  Mit unseren Erziehungstipps möchten wir gerne Anregungen geben, wie Du eine ausgeglichene Beziehung zwischen Dir und Deinem Vierbeiner förderst. Wir arbeiten mit zertifizierten Hundeverhaltenstherapeuten zusammen und haben selber jahrelange Erfahrunge mit Hunden und  deren Kommunikation.  Unser Wissen geben wir gerne an Dich weiter. Bitte bedenke, wir können hier keine umfangreiche Problembehandlungen/Erziehungsanleitungen geben, dieses würde den Rahmen unserer Seite sprengen. Falls Du dir unsicher bist kontaktiere am besten einen zertifizierte/n Hundeverhaltenstherapeuten/in. Für Anregungen und weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. info@balanceddog.de

Ängstliche / unsichere Hunde  

Rucksack als Job

Gebe Deinem Hund Sicherheit durch eine verantwortungsvolle und sichere Führung.

Unterstützend dazu empfehlen wir bei unsicheren Hunden einen Rucksack. Durch den Hunderucksack bekommt Dein Liebling eine Aufgabe zudem werden die Flanken des Hundes geschützt. Gewöhne Deinen Hund langsam an den Rucksack. Es empfiehlt sich diesen in der ersten Woche des Tragens noch nicht zu befüllen. Dann kannst Du nach und nach Spielzeug und andere Dinge in die Taschen legen. Achte darauf, dass beide Taschen gleich viel wiegen, damit kein Ungleichgewicht entsteht. Zudem sollte maximal 25% des Körpergewichts im Hunderucksack getragen werden. Voraussetzung ist natürlich eine unbedenklicher Gesundheitszustand.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, mein Hund Jack liebt seinen Rucksack, er ist wesentlich sicherer geworden. Zudem freut sich Frauchen & Herrchen , dass er jetzt seine Sachen selber tragen kann.

Transportbox als Höhle

Ist Dein Hund geräuschempfindliche, oft verunsicher von Reitzen seiner Umgebung? Oder versteckt sich unter dem Bett? Bieten Deinem Hund einen geschützten Rückzugsort. Wir empfehlen eine Hundetransportbox, welche als Höhle dient. Durch den Schutz von allen Seiten, bekommt Dein Hund mehr Sicherheit und hat somit weniger Stress. Zudem ist eine Transportbox isolierter als ein normales Hundekörbchen und Geräusche dringen nicht so stark ein. Gerade an Silvester kann dies sehr hilfreich sein. Praktisch sind die faltbaren Transportbox, welche in jeder Umgebung einfach aufgebaut werden können, somit hat Dein Hund auch Unterwegs eine vertraute Rückzugsmöglichkeit.

Aufgeregte Hunde

Gerade bei aufgeregten, hibbeligen Hunden mit viel Energie ist es besonders wichtig, Deinem Hund durch eine ruhige und sichere Haltung Entspannung zu vermitteln.

Auch hier kann ein Rucksack unterstützung leisten, durch die Auflage der Satteltaschen auf dem Rücken und Flanken entsteht ein leichter Druck, welcher eine beruhigende Wirkung vermittelt und Deinem Hund verhilft sich so besser entspannen zu können. Die maximale Beladung des Rucksacks sollte 25% seines Körpergewichts nicht überschreiten.

Voraussetzung ist natürlich ein unbedenklicher Gesundheitszustand.

Ein hohes Maß an Aufregung entsteht meist durch zu viele Reize von Außen. Versuche die Aufmerksamkeit Deines Hundes durch gezielte Impulskontrolle mit Hilfe von Leckerchen oder Spielzeug immer wieder auf Dich zu lenken, so dass die Umgebungsreize uninteressant werden. Finde heraus was Dein Hund besonders gerne Frisst. Oder hat er ein Lieblingsspielzeug? Je interessanter Du dich machst um so uninteressanter werden die Reize für Ihn.

Kanalisiere ndie Energie Deines Hundes in die richtigen Bahnen. Gib ihm eine Aufgabe, die meisten Hunde lieben es zu arbeiten. Versuche herauszufinden was Deinem Liebling besonders Spaß macht. Nasenarbeit ist sehr effektiv um Energie abzubauen dabei sind z.b. 15 Minuten Suchspiel vergleichbar mit einer Stunde Spazieren gehen. (Was nicht heißen soll, dass Du mit Deinem Hund nur noch Suchspiele machst und keine Spaziergänge mehr wink)

Auch ein Halti kann Dir als Rudelführer mehr Kontrolle geben. Gleichzeitig hat es eine beruhigende Wirkung auf Deinen Hund. Zum Thema Halti finden Sie mehr im Abschnitt „Leinenzug“

Aggressivität

Aggressivität ist ein Symptom was einer Ursuche zu Grunde liegt. Daher ist es wichtig die Ursache herauszufinden und zu behandeln und nicht das Symptom zu unterdrücken.

Die häufigsten Ursachen warum Hunde zur Aggressivität neigen, sind Frustration und Angst. Frustration macht sich oft bei Langeweile breit oder wenn Hunde Ihren Bedürfnissen nicht nachgehen können.

Daher ist es enorm wichtig Deinen Hund zu beschäftigen durch aktives Spazieren gehen (je nach Rasse/Alter mind. 1-2 Std. pro Tag) , Spiele spielen, Fährten suchen und und und. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten. Versuche herauszufinden woran Dein Hund besonders Spaß hat, sei kreativ und erfreue Dich daran spielerisch die Verbindung zu Deinem Hund zu stärken.

Bist Du z.B. stolze/r Besitzer/in eines Australian Shepherd? Dann sollte Dir klar sein, dass eine Hüte-trieb in seiner Natur liegt. Wenn gerade Zufällig keine Schafherde griffbereit ist und Du nicht möchtest, dass Dein Hund anfängt Fahrräder oder Menschen zu hüten, biete Ihm z.B eine Frisbee an. Ich kenne viele Australian Shepherds die es lieben große Bögen zu laufen und die Frisbee dabei nie aus dem Auge verlieren. Beachte bitte, dass durch zu viel Spielen, ein obssesives Verhalten entstehen kann.

Auch Kauen kann helfen überschüssige Energie und Frustration abzubauen. Dazu mehr Im Abschnitt „Thema Kauen“

Ängstliche Hunde sind wohl am schwierigsten zu therapieren, je nach Stärke der Angst braucht man auf jeden Fall viel Geduld, innere Ruhe, Hartnäckigkeit und vor allem Zeit. Einige Hilfen findest Du  im Abschnitt „Ängsliche/ unsichere Hunde“

Thema Kauen

Kauen ist ein natürliches Hundeverhalten ob beim Zahnwechsel von Welpen, Abbau von überschüssiger Energie / Langeweile oder zur Pflege der Zähne und besseren Durchblutung des Zahnfleischs.

Aus diesen Gründen sollten Kauspielzeuge in keinem Hundehaushalt fehlen.

Unsere Auswahl an Kauspielzeuge sind aus Naturmaterialien hergestellt. Sie lassen sich mit Snacks befüllen und werden zur mentalen Herausforderung mit positiver Bestätigung.

Beim kauen auf Stöcken können scharfe Kanten entstehen und Dein Hund kann sich im Maulbereich sehr verletzen. Zudem sind Rinde und Stockreste auch nicht förderlich für den Magen Deines Lieblings. Besonders Gefährlich ist es wenn Hunde mit dem Stock im Maul umher laufen. Ich weiß nicht ob Du schon mal einen Hund gesehen hast, der seinen Stock waagerecht wie eine Zigarre im Maul trägt. Sieht Lustig aus, kann aber schwerwiegende Folgen haben wenn der Hund mit seinem Stock im Maul aus vollem Lauf an einem Hindernis im Boden hängen bleibt und der Stock komplett im Rachen verschwindet.

Biete Ihm als Alternative einen Stockersatz an,  das biegsame Material mit glatten abgerundeten Kanten ist optimal geeignet für Apportier, Zerr oder auch Kauspiele.

Leinenzug

Das Thema mit denen wohl die meisten Hundefreunde Ihre Probleme haben oder hatten.

Warum ein Hund an der Leine zieht kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Meistens stimmt bei stark ziehenden Hunden die Verbindung zum Herrchen/Frauchen nicht, oder die Hunde sind es einfach nicht gewöhnt an einer Leine zu laufen (wie z.B adoptierte Straßenhunde).

Es gibt eine Vielzahl von Techniken seinem Hund das ziehen abzugewöhnen ein paar zeigen wir Dir in unserem Video.

Ein Halti / Maulband kann ein sinnvolles Hilfsmittel sein um Deinen Hund besser kontrollieren zu können, vorausgesetzt es wir richtig angewendet.

Bitte bedenken Sie, dass ein Halti an der empfindlichsten Stelle des Hundes (die Schnauze) angezogen wird und sich jeder kleinste Impuls über die Leine sofort vermittelt. Daher ist es völlig inakzeptabel mit einem Leinenruck ö.Ä. zu arbeiten.

Es geht hierbei eher um gefühlvolle Impulsarbeit um Ihren Liebling in die gewünschte Richtung zu lenken.